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Wettkämpfe · Josef Kegreiß

10.04.2018

Leutkircher Radsportler bei Frühjahrsklassikern und Bundessichtungsrennen am Start

Nach dem Schmolke Carbon Cup fand am Ostermontag in Schönaich bei Böblingen, das erste große Straßenrennen der Saison statt. Das Rennen das bereits zum 44. Mal ausgetragen wurde, zählt als Frührahrsklassiker zu den traditionsreichsten Rennen im süddeutschen Raum und lockt ein hochkarätiges Starterfelder an.

Im Rennen der weiblichen Jugend startete Lea Waldhoff von der TSG. Sie hatte 6 Runden mit je 9 Kilometer zu fahren. Der Rundkurs weist ein welliges Profil mit dem Wolfenberg, der bis zu 12% steil ist, kurz vor dem Ziel. Gegen eine sehr starke Konkurrenz war die Form am Berg noch nicht ausreichend um mit den Besten mitzuhalten. Trotzdem konnte sie noch einen starken siebten Platz erreichen, blieb damit jedoch hinter ihren eigenen Erwartungen zurück.

Das Rennen der Elite Amateure führte über 16 Runden, insgesamt also 144 Kilometer, wobei knapp 2000 Höhenmeter zurückgelegt werden mussten. Im international besetzten Feld mit ca. 200 Startern waren von der TSG Timo Funk und Valentin Kegreiß vertreten. Die Anfangsphase des Rennens war äußerst nervös, von vielen Attacken und einem enormen Tempo von 44 Km/h im Schnitt geprägt. Funk zeigte sich dabei mehrmals vorne, beide Leutkricher verpassten jedoch eine 10 Mann starke Spitzengruppe. In der letzten Runde gelang es beiden vorne im Feld über den entscheidenden Berg zu fahren und diese Position auch bis ins Ziel zu verteidigen. Am Ende stand ein 22. Platz für Kegreiß und Platz 31 für Funk zu Buche. Das Rennen zählt zur größten Rennserie in Baden-Württemberg, dem Heuer Cup. Hier liegen die beiden Leutkircher, punktgleich mit mehreren Fahrern, auf dem zweiten Platz. Dies, weil in der Spitzengruppe Fahrer ausländischer Teams waren die nicht an der Rennserie teilnehmen. Der Sieg ging an Jannik Steimle vom Österreichischen KT- Team Vorarlberg.

Letztes Wochenende war Lea Waldhoff in Börger in Niedersachsen beim Bundessichtungsrennen am Start. Hier traf sie auf die stärksten Fahrerinnen ihres Alters aus ganz Deutschland. Ein 13 Kilometer langer Rundkurs wurde vier mal absolviert. Das Streckenprofil war weitgehend flach, jedoch erforderte die Streckenführung über schmale Straßen hohe Aufmerksamkeit, um immer vorne zu bleiben. In den Runden 1 bis 3 wurden am Ziel jeweils Punkte für ein Sprinttrikot vergeben, hier zeigte Lea Waldhoff ihre Stärke und sicherte sich bereits in der ersten Runde die volle Punktzahl. Bei der anschließenden Wertung war sie mit dem fünften Platz jedoch knapp hinter den Punkten zurück. In der letzten Punkterunde war sie wieder vorne, die 10 Punkte reichten zu Platz zwei in der Sprintwertung. In der letzten Runde wurde Waldhoff in harte Positionskämpfe verwickelt, wobei sie in der letzten Kurve auf Rang 25 zurückfiel. Durch ihre Sprintstärke konnte sie allerdings noch viele Plätze gutmachen und auf Rang 6 das Ziel erreichen. Ein Außenseitersieg gelang Paula Leonhardt vom SC Berlin. In der Sichtungsrangliste liegt Lea Waldhoff bundesweit auf Rang drei.

Die Amateurfahrer Timo Funk, Michael Hempfer und Valentin Kegreiß waren beim nächsten Frühjahrsklassiker in Zusmarshausen am Start. Michael Hempfer hatte im Rennen der C-Amateure vier Runden, insgesamt 108 Kilometer zu absolvieren, Funk und Kegreiß im KT- Rennen 135 Kilometer. Entscheidend in diesem Rennen ist ein 12% steiler Anstieg kurz vor dem Ziel. Kegreiß sparte bis zur letzten Runde seine Kräfte, während sich Funk mehrmals an der Nachführarbeit des Feldes beteiligte um verschieden Spitzengruppen wieder einzuholen. In der letzten Rund teilte sich im Anstieg das Feld und es entstand eine etwa 30 Mann starke Gruppe. In diese Gruppe schaffte auch Kegreiß den Sprung, leider wurde er im Sprint behindert und erreichte einen 16. Platz. Dies war durch die starke Besetzung mit KT- und Bundesliga Teams ein persönlicher Erfolg. Timo Funk kam im Hauptfeld ins Ziel. Michael Hempfer wurde in der letzten Runde durch, vor ihm stürzende, Fahrer aufgehalten und hatte mit der Entscheidung des C-Rennens nichts mehr zu tun.


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