Hier sind alle Berichte zu finden!

Wettkämpfe · Josef Kegreiß

07.09.2018

Leutkircher Radsportler bewältigen Ötztaler Radmarathon Lea Waldhoff siegt im Paar- Zeitfahren

Die Radsportler Michael Hempfer und Daniel Kloos der TSG Radabteilung nahmen bei einer der härtesten Austragung des Ötztaler Radmarathons teil. Grund dafür waren die widrigen Wetterverhältnisse mit Temperaturen zwischen 3 und 8 Grad sowie fast durchgehender Regen. Bei diesen Verhältnissen musste die Strecke mit einer Gesamtdistanz von 238 KM und 5500 Höhenmetern über die vier Pässe: Kühtai, Brennerpass, Jaufenpass und Timmelsjoch überwunden werden. Der Ötztaler Radmarathon ist europaweit als eine der größten Herausforderungen für Radsportler bekannt. Dies belegte auch in diesem Jahr ein Starterfeld von über 4.000 Teilnehmern aus 36 Nationen. Die Leutkircher Fahrer setzten sich jeweils zum Ziel ihre Zeiten aus dem Vorjahr um 8 Stunden zu unterbieten. Nachdem um 6:45 Uhr in Sölden der Startschuss erfolgte, setzten sich die beiden Leutkircher im Anstieg zum Kühtai (18 KM Länge) bereits in den vorderen Gruppen fest. Zu Beginn des Anstiegs setzte bereits Regen ein, der sich bis zu Passhöhe zu einem Starkregen steigerte, trotzdem überquerte Hempfer die Passhöhe auf Gesamtrang 80 knapp vor seinem Teamkollegen Kloos. Aufgrund der nassen Fahrbahn in der Abfahrt kam direkt vor Hempfer ein Fahrer zu Fall und riss den Leutkircher mit zu Boden. Glücklicherweise konnte er das Rennen ohne schwerwiegende Verletzungen fortsetzen, musste jedoch zunächst bei der folgenden Aufholjagd etwas Energie investieren. Am Brennerpass fanden sich die beiden Leutkircher in gut harmonierenden Gruppen wieder, so dass der Anstieg im Dauerregen nach 3,5 Stunden Fahrzeit schnell passiert war. Eine größere Herausforderung stellte der folgende Jaufenpass dar. Zwar wurde der Regen schwächer jedoch sanken die Temperaturen teilweise auf drei Grad. Hinzu kamen schlechte Sichtverhältnisse auf der extrem anspruchsvollen Abfahrt, was allen Teilnehmern höchste Konzentration abverlangte. Der Scharfrichter des Rennens ist am Ende der 30 Kilometer lange Anstieg zum Timmelsjoch mit 1800 Höhenmetern und der Passhöhe auf 2 500 Meter wo Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschten. Hempfer musste den extremen Witterungsverhältnissen Tribut zollen und kämpfte mit nachlassenden Kräften um nicht zu stark auszukühlen. Trotzdem konnte er seine Position verteidigen und erreichte nach siebeneinhalb Stunden die Passhöhe. Fast zeitgleich sein Teamkollege Kloos, der sich das Rennen gut eingeteilt hatte und am Timmelsjoch eine starke Zeit fuhr. Somit konnten sich beide vor der letzten Abfahrt noch Hoffnungen auf eine Zeit unter 8 Stunden machen. Hempfer erreichte das Ziel auf Platz 84 mit einer Gesamtzeit von 7:58, Kloss kam nach 8:01 Stunden ins Ziel. Hempfer, der schon öfter am Rennen teilgenommen hatte, sprach danach von der härtesten Ausgabe und war somit mit einer Zeit unter 8 Stunden voll zufrieden. Kloos war mit absoluter Topform enttäuscht, dass die Wetterverhältnisse in diesem Jahr für ihn nicht die Zeit unter 8 Stunden nicht zu erreichen war.

Lea Waldhoff nahm zeitgleich in Genthin (Sachsen-Anhalt) an einem Wettbewerb im Paarzeitfahren teil. Über 20 Kilometer starteten ausschließlich Landesverbandsteams und Waldhoff konnte mit ihrer Teamkollegin Lucy Mayrhofer einen Sieg für den Landesverband Württemberg einfahren, vor den Teams aus Berlin und Thüringen.

Walter Funk nahm am Wochenende am 10. und 11. Lauf des Interstuhl Cups teil. Am Samstag stand ein Bergzeitfahren mit 3,5 Kilometern und 240 Höhenmetern in zwei Läufen an. Funk stellte seine derzeit gute Form unter Beweis, verpasste nur um wenige Sekunden das Podest und erreichte Rang 4. Tags darauf fuhr er in Tieringen bei Regen und Kälte in einer 7-Köpfigen Spitzengruppe. Funk trug maßgebend dazu bei, dass die Gruppe ihren Vorsprung verteidigte und leistete einen Großteil der Führungsarbeit. Leider investierte er etwas zu viel Kraft, so dass es am Ende im Sprint nur noch zu Rang 5 reichte. Rene´ Motz nahm derweil in Donaueschingen am Kriterium Teil, auf dem technisch anspruchsvollen Kurs erreichte er bei ebenfalls schlechtem Wetter einen guten 15. Rang.


Zurück