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Wettkämpfe · Josef Kegreiß

09.07.2019

Podest- und Top Ten- Plätze beim Radmarathon Tannheimer Tal

Mit dem Radmarathon im Tannheimer Tal am vergangenen Sonntag stellten sich die Rennfahrer der TSG Radabteilung einer besonderen Herausforderung. Anders als bei den gewohnten Rennen fiel in Tannheim bereits um 6 Uhr der Startschuss über die Langdistanz mit 220 Kilometern und 3500 Höhenmetern. Die Strecke führt über Oberjoch, Jungholz, Wertach nach Immenstadt. Von dort geht es über Obermaiselstein auf den 1407 Meter hohen und 16% steilen Riedbergpass. Danach folgt eine lange Abfahrt in den Bregenzerwald und anschließend ein 42 Kilometer langer anspruchsvoller Anstieg über den Hochtannbergpass. Anschließen führt eine längere Abfahrt ins Lechtal wo nach 200 Kilometern der Gaichtpass als letzte Herausforderung vor dem Ziel überfahren wird. Neben der anstrengenden Strecke war das Wetter eine der größten Herausforderungen des Rennens. Bereits nach wenigen Kilometern zog ein Unwetter mit Starkregen, Sturm und Gewitter auf und zwangen einige Fahrer zum Umkehren.

Die Leutkircher Fahrer Thomas Hölzler, Lars Ulbrich, Benjamin Doser, Matthias Herrmann und Valentin Kegreiß trotzten jedoch bis auf Doser dem Wetter. Durch das Unwetter und die kürzeren Steigungen zu Beginn, kam es schnell zu einer Selektion des Feldes mit mehr als 500 Teilnehmern. Alle Leutkircher befanden sich dabei in der ersten Gruppe. Kurz vor dem Riedbergpass wagte der Sieger von 2017 Dominic Aigner dann einen Solovorstoß. Die Gruppe ließ den Ausreißer zunächst gewähren und schrumpfte am steilen Riedbergpass auf etwa 10 Fahrer. Die Verfolger mit noch immer vier Leutkircher harmonierten im Anschluss gut, so dass der Ausreißer kurz vor dem Hochtannbergpass in Sichtweite war. Thomas Hölzer von der TSG wagte dann einen Vorstoß und schloss noch vor der Passhöhe zu Aigner auf. Dahinter erreichte Kegreiß zusammen mit drei weiteren Fahrern den Gipfel während Hermann und Ulbrich etwas zurückfielen. Für die TSG entstand nun eine taktisch ideale Situation da alle vorderen Gruppen besetzt waren und somit jedes Szenario erfolgsversprechend. Im Lechtal bauten die beiden Spitzenreiter ihren Vorsprung aus und kämpften am Gaichtpass um den Sieg. Hier erwies sich Aigner als stärkster Fahrer und gewann in 6:16:55. Hölzler fuhr ungefährdet den zweiten Platz ein. Valentin Kegreiß in der Verfolgergruppe hatte am Gaichtpass noch genug Kraftreserven um seine drei Begleiter abzuschütteln und mit Platz drei das Podium zu komplettieren. Eine herausragende Teamleistung rundeten Ulbrich und Hermann auf Platz sieben und acht ab.

 

Beim Altstadtkriterium in Ravensburg fuhr währenddessen Antonia Hoffman auf Rang drei. Im Rennen über 10 Runden a 900 m fuhr die Leutkircherin zunächst in der Spitzengruppe, konnte diese jedoch nicht bis zum Ende halten. Den dritten Platz brachte sie jedoch sicher in trockene Tücher.


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